Das Mittelalter und  den Mittelalterlichen Markt mit Kramer Zunft und Kurtzweyl live erleben.    
 
Mittelalterlicher Markt zu Schloss Homburg
am 1. und 2. des Maien
Eintritt 6,- Taler, ermäßigt 4,- Kinder unter Schwertmaß frei
Kulturprogram  

 

 

Mittelalterlicher Markt mit Ritter-Turney

 
 

Vom Orient zum Occident

So mannich Jahr hat man Euch hie auf Schloss Homburg in längst vergangne Zeiten entführt´, doch diesmal sind's auch ferne Welten in die man Euch Einblick gewährt. Als wandeltet Ihr auf der Seidenstraße ist's wenn Ihr Euch hierher begebt. Schon von weitem seht Ihr nun den Karawan Serail, in dessen Mittelpunkt das prächtge Königszelt. Wüstenschiffe ziehen geduldig ihre Bahnen, orientalisch Melodeyen klingen und ein Märchenerzähler, angetan im Grün des Propheten, hat sein Zelt aufgeschlagen. Wo man den Handel treibt ist's als hätte man des Sultans Schatzkammer für Euch aufgethan. Gewürze und Spezereien aus dem Morgenland würzen auch den heimisch Braten und Mocca, Tee und allerfeinst Gebäck kredenzen euch liebreizend Maiden.

Doch auch die Wohlbekannten sullt Ihr wiederum hier finden. Sey es der Steinmetz, der mit seinem Dreipassfenster sein eygen Gottesdienst will halten, der Drechsler der Euren Kindlein Lehrstund gibt, oder die Schneiderin deren Gewänder jedwedem schmeicheln. Die Garbräter und Tavernwirte, deren heimisch Speis Euch gradso den Gaumen kitzelt wie die der Orientalen, werden Euch verwöhnen und manch Marktweib lässt mit ihrem Gezeter den Unterschied zwischen Basar und Markt vergessen.

Über allem wacht die heimisch Obrigkeit mit gewohnter Strenge. des Henkers Blutgerüst ist mehr als bloße Mahnung, doch wenn es heißt das Schatzkästlein tut sich auf so ist dies Zeichen dass all die Illustren, die Gaukler und Musici von beiden Seiten der Erdenscheibe ihr Bestes für Euch geben den selbst der so heimisch anmutende Dudelsack hat seinen Ursprung im Morgenland.

Mittelalter und  Mittelalter mit Kramer Zunft und Kurtzweyl kringel

Die sullen Euch kurtzweylen:
 

Der Karawan Serail
Fremdländisch Zelte hat man aufgeschlagen und gradso fremd muten sie an, die Trampeltiere die Ihr dort seht. Beduinen geben Euch das Geleit, wenn Ihr oder Eure Kindelein selbst erfahren wollt warum man diese Reittiere auch Wüstenschiffe nennt. Von solch hoher Warte aus mags Euch dann vorkommen als zögt Ihr über die Seidenstraße ungeahnten Abenteuern zu.

Krless
Von weither sind sie kummen Euch die Ohren zu umschmeicheln. Sie sind die fleischgewordene Verbindung zwischen Morgen und Abendland, haben sie doch weite Fahrt getan und allüberall die feinste Musica als wahren Schatz gehortet. So manchen Sturm haben sie überstanden und doch jauchzen ihre Instrumenta wie am ersten Tag.

Luscinia Obscura
Ihren Nomen haben sie von der schwarz gekehlten Nachtigall und bisweilen ist's auch so als hörtet ihr jene zwitschern. Doch viel mehr noch könnt Ihr hier hören und sehen. Frau Fortuna bestimmt darüber denn sie entscheidet was man Euch darbietet. Sey es Musica, des jungen Philipus Tausendkünste oder gar Faleylas gazellengleichen Tanz der Euch in die Welten von Tausend und einer Nacht versetzt. So schlagen auch sie die Brücke zwischen beiden Erdenhälften.

Tumalon
Was wär ein Markttag ohne Ihn, den Tausendkünstler. Alvanzen und Allotria fürs gemeine Volk und doch ist er auch der Obrigkeit dienlich mit mannigfach Signal und allerley Verlautbarung.

Tribalicious
Fremd muten auch sie an, jene Weibspersonae die Ihr dort beim Zelt der Berber findet. Dem Tanz und der Musica haben sie sich verschrieben und nit nur das Mannsvolk verharrt wie unter einem Zauberbann wenn sie ihren Künsten nachgehen.

Mimi
Auch sie ist Tänzerin doch zugleich Botschafterin des fernsten Ostens. Des Lebensläufte führten sie vom Land des Lächelns an des Kalifen Hof wo sie lernte sich geschmeidig wie ein Kätzlein zu fremder Melodey zu recken und obendrein ist sie sanftmütige Herrscherin über das Feuer.Als zög der heiße Wüstenwind herein ist's wenn man sie sieht, sieh von der der Dichter sagte: Du Traum auf meiner Stirn, Du Kuß auf meinen Lippen, Du Bild in meinem Herzen.

Abu Muhammad
" Es war einmal oder war es nicht? " so beginnen alle Märchen auch die, die er Euch erzählt. Eure Augen strahlen so wie die Eurer Kindlein, wenn er Euch in seine Wunderwelt entführt. Denn das lärmende Treiben ringsumher ist gänzlich vergessen, wenn Ihr Euch dem Klang seiner Stimme ergebt.

Mollinarius der Büttel
Handlanger der Obrigkeit, doch durchaus mit eignem Sinn. So zieht er nimmer müde seine Bahnen über den Plan. Hoch ragt seine Hellebarde allüberall zu sehen so ist er eher Hüter der kleinen Lässlichkeiten, als grauser Vollstrecker der Willkür seines Herren. Und noch vielmehr. Euren Kindlein ist er geduldig Lehrmeister an der Kegelbahn wennes gilt mit vom Eifer roten Wangen den König zu treffen.

Der Henker
Nit umsonst der grause Rüdiger genannt errichtet er das Blutgerüst. Nimmer wird er müde jedwedem seine Instrumentarien zu erklären, doch fürchten muss ihn nur der der Schuld auf sich geladen.

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Dies seht Ihr am 1. und 2. des Mayen

An der Hauptbühne

11.00 das Signal
11.30 die feierliche Markteröffnung
12.30 Krless und Mimi
13.30 Tumalon
14.30 Der Tanz der Marktleut
15.30 Der Vaganten Schatzkästlein tut sich auf
16.30 Krless und Mimi
17.30 Tumalon
18.30 Zum Ausklang: Krless und Mimi

Im mittleren Schlosshof

13.00 Luscinia Obscura
14.00 Das Turney der Kindelein
15.00 Luscinia Obscura
16.30 Tumalon
17.30 Luscinia Obscura


Am Märchenzelt

13.00, 15.00, 17.00
Abu Muhammad entführt Euch in seine Welt der wunderbarsten Abenteuer.


Im oberen Schlosshof

17.00 Des Henkers Meisterstück

Der Kindlein Kegelspiel:
Den lieben, langen Tag geht' s hier von Statten. Recht eigentlich landauf, landab verboten, doch wo der Büttel selbst zum Argus wird drückt die Obrigkeit beide Augen zu. Ist's doch insbesunder den Kindelein zur Übung und den Altvorderen zur Kurtzeyl wenn sie sehen mit welchem Eifer hier aus jedem noch so kleinem Probanten ein wahrer Meister wird.


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