Fabula
Als hätten heidnisch Zeiten frohe Urständ ist’s,
wenn sie das Podium erstürmen. Da wird ungestüme Manneskraft
zu ebensolcher Melodey. Wenn Trummeln dröhnen und Sackpfeifen
schrillen, da fliegen ihnen der Weiber Herzen zu und selbst manch
alter Fuß mausert sich zum Tanzbein.
Los Dilettantos
Ihren Nomen strafen sie weiß Gott der Lügen. Sind sie
doch trefflich Musici, manch frohe Melodey geben sie zum Besten,
dass jedwedem das Tanzbein juckt. Doch damit nit genug, sie verstehen
sich auch auf die Komödie wie wahre Thespisjünger. So
mag man sie mit Fug und Recht Tausendkünstler nennen.
Die Spielleut Cantoris
Wenn jene zween sich das Podium zu eygen machen ergreift der Frohsinn
alsbald das Zepter. Dudelsack, Drehleier und manch Schlagwerk, nit
zu vergessen ihr Gesang, bahnen sich den Weg zu Euren Herzen, sodass
Ihr gar nit anders könnt als mit euren Händen den Takt
der Kurtzweyl mit zu klappern.
Lupus der Gaukler
Nie zuvor ward er hier gesehen und ob seiner Geschicklichkeit bleibt
Euch das Maul vor Staunen offen stehen Doch habt Acht auf Eure sunst
so sittsam Töchterlin, denn wo er waltet, vermag keine ihm
zu widerstehen.
Das Maustheatro Parsival
Wo die Schauspieler Prinz Albert vom Knopfaug, oder Prinzessin Seidenweich
heißen, da erwarten Euch und Eure Kindelein possierlich Spectacel.
Doch wenn der Prinz durchs Feuer geht, da hat das Staunen kein Ende
mehr.
Der Marktvogt
Wo Ihr Festtag habt ist er der Ordo strenger Hüter. Angetan
ist er im Purpurrot der Obrigkeit und niemand hat Ihn mehr zu fürchten
als die Spielleut, sind sie ihm doch des Tuffels Sendboten.
Der Herold
Sprachrohr und Stadthalter der Obrigkeit allhier, weiß er
nit nur die Ordo zu Gehör zu bringen.
Der Büttel
Handlanger der Obrigkeit, doch durchaus mit eignem Sinn. So zieht
er nimmer müde seine Bahnen über den Plan. Hoch ragt seine
Hellebarde allüberall zu sehen so ist er eher Hüter der
kleinen Lässlichkeiten, als grauser Vollstrecker der Willkür
seines Herren.
Der Henker
Nit umsonst der grause Rüdiger genannt errichtet er das Blutgerüst.
Nimmer wird er müde jedwedem seine Instrumentarien zu erklären,
doch fürchten muss ihn nur der, der Schuld auf sich geladen.
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