Auf Geheiß des Hofmeisters Hans zu Dörnberg soll Markt gehalten werden zu Neustadt Hessen. So haben der
Handwerksbursch, der Meister gar selbst, viel Hökerer von nah und fern den Ochsen angespannt, die Karren
mit trefflichster Ware beladen, so dass manch einer von der Last schwer zu tragen unter dieser zusammenzubrechen
drohte und doch hat ein jeder das Ziel erreicht, um nun unter fröhlichen Gelächter seine Waren feilzubieten.
Garbräter und Tavernenwirte, der Weynschenk, Fladenbrotbäcker und der Moccakoch buhlen um die Gunst des
Volkes, welches sich ob der vielen Versuchungen und der leckeren Gerüche, die über dem Platz liegen, nicht zu
entscheiden vermögen, welche der vielen Spezeryen doch die Beste sey.
Von der Bühnenmitten rufen die Gaukler, deren Späße mal grob und dann wieder fein dargeboten, das Zwechfell
wohl hüpfen lassen und bei manch einem bleibt auch vor lauter Freud das Aug nit trocken. Sackpfeifen und Trummeln
erschallen laut und kräftig und schon wenig später umschmeichelt leiblicher Gesang eure Ohren, wenn jene Musici
uffspielen, die weit übers Land bekannt.
Zahlreich wohl die Kinderschar mit ihren Ammen, welche sich beim Kinderritterturnier messen, dem Theater mit
glänzenden Augen zuschaun und unter der Last eines Kettenhemdes stolz ihren Vätern zulächeln.
Und noch ein Ereignis will gefeiert seyn. Der König der Spielleut lädt zur Hochzeit. Einer seiner Schutzbefohlenen
Jakob, der Puppenspieler will sein Lieb Maria endlich unter die Haube bringen. Viel Vorbereitungen sind wohl zu
treffen und so alles wohlgeraten, soll am Tage des Herrn ausgelassen gefeiert werden.
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Die sullen euch kurtzweylen: |