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Der Schlossherr zu Britz hat ausgerufen, auf dem Schloss Historie lebendig werden zu lassen.
Aus längst vergangner Ziet aus dem hohen Norden angereist, ein Volk gar grimmig anzusehn, dass einem
das Herz wohl in die Schuh rutschen wolle. Wikinger seyn es und, ob hoch zu Rosse, oder auch zu Fuße
zeigen sie, wie die Nordmänner die Waffen zu führen wissen.
Handwerker zeigen, wie sie es verstehen mit noch so einfach Werkzeug, feinste Waren zu fertigen.
Aus einer spätren Zeit, dem Jahre 1480, haben der Handwerksbursch, der Meister gar selbst, viel Hökerer
von nah und fern den Ochsen angespannt, die Karren mit trefflichster Ware beladen, so dass manch einer
von der Last schwer zu tragen, unter dieser zusammenzubrechen drohte, und doch hat ein jeder das Ziel erreicht,
um nun unter fröhlichem Gelächter seine Waren feilzubieten.
Garbräter und Tavernenwirte, der Weynschenk, Fladenbrotbäcker und der Moccakoch buhlen um die Gunst des
Volkes, welches sich ob der vielen Versuchungen und der leckeren Gerüche, die über dem Platz liegen, nicht zu
entscheiden vermögen, welche der vielen Spezeryen doch die Beste sey.
Von der Bühnenmitten rufen die Gaukler, deren Späße mal grob und dann wieder fein dargeboten, das Zwechfell
wohl hüpfen lässt und bei manch einem bleibt auch vor lauter Freud das Aug nit trocken. Sackpfeifen und Trummeln
erschallen laut und kräftig, und schon wenig später umschmeichelt leiblicher Gesang eure Ohren, wenn jene Musici
uffspielen, die weit übers Land bekannt.
Zahlreich wohl die Kinderschar mit ihren Ammen, welche sich beim Kinderritterturnier messen, dem Theater mit
glänzenden Augen zuschaun und unter der Last eines Kettenhemdes stolz ihren Vätern zulächeln.
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Die sullen Euch kurtzweylen |
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Satolstelamanderfanz
Vier Spielleut, wie sie im Buche stehen, lassen euch die Ohren dröhnen und die Augen übergehen. Nit nur mit
Sackpfeifen und Trummeln, sondern auch mit ihrem Gesang verstehen sie es, das Volk zu begeistern
und mitzureißen.
Raduga
Ein Ruf hallt durch die Gassen: „ die Gaukler sind in der Stadt!“ Doch wahre Tausendkünstler sind´s, die vor euer Antlitz treten. Staunenswert wie sie jedwede Gerätschaft durch die Lüfte gleiten lassen, als hätten sie keinerlei Gewicht und könnten fliegen, wie von Zauberhand. Neigt sich aber der Tag dem Ende und die Dunkelheit vertreibt des Tages Licht, so haben jene beeden auch das Feuer in ihrer Macht, als wären sie des Belzebub´s Spießgesellen
Puppentheater Fadenreych
Auf ein Fanfarensignum hin wird es still auf dem Platz. Keine Kinderstimmen sind mehr zu hören, wenn Jakob
zum Puppenspiel ruft. Gebannt verfolgen all die Zuschauer das Geschehen und manch einen hält es nit auf den Bänken, möcht er doch Parzival, den Helden, beim Kampfe gegen Ungeheuer mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Kinderritterturnier
Beim Ritterturnier messen sich die Kindlein in einem Wettkampf. Es geht um Geschick, Schnelligkeit und Ausdauer. Wenn sie gut gerüstet, von ihrem Gefolge lauthals angespornt, ihre Aufgaben gelöst haben, winkt ihnen die Aufnahme in den Ritterstand.
Heimdalls Erben
Auf Geheiß des Schloßherrn haben jene ihr Lager am Schlosse aufgeschlagen, damit jedwedes Aufkommen von bös Händel im Keime will erstickt sein. Immer wieder zeigen die wackeren Mannsbilder, wie mit dem Schwerte umzugehen sey und was denen wohl blühen mag, die trunken vom süßlichen Met nit nur mit dem Maule streiten, sondern die Fäuste fliegen lassen. Bei dem Turnier zu Pferde wird dem Sieger Ruhm und Ehr zuteil.
Ludmillus, der Barde
Gar minnigliche Weisen weiß er zum Besten zu geben und rührt damit so mancher Jungfrau Herze, aber er weiß auch die „Actualitas“ geschickt in Reime zu kleiden und sie mit altbekannter Melodey zu Gehör zu bringen.
Dies soll geschehen am 8. und
9. des Maien:
Unter Leitung von Jacob Ippach werden
an diesen Tagen von der zweiten Stund vor Mittag
bis zur zweiten Stund nach Mittag all jene, die sich zuvor gemeldet
hätten,
über den Platz geführet und manch ein Handwerksmeister
läßt sich wohlwollend über die Schulter sehen und
steht Red und Antwort.
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Das sullt Ihr am Samstage sehen,
den 10. des Maien:
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an der Bühne
14.00 Fanfarensignum
14.15 Feierliche Markteröffnung
15.00 Turnier der Reiter
15.45 Satolstelamanderfanz
16.30 Raduga
16.45 Tanz der Marktleut
17.45 Ludmillus, der Barde
18.30 Turnier der Ritter
20.00 Tavernenspektakel
21.00 Der Ruf der Nachtwächter
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an der Puppenbühne
16.00, Fadenreych
17.30, Kinderritterturnier
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auf dem Platz
Ludmillus, der Barde
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Dies sullt Ihr sehen am Tage des Herrn
zu Vingsten, den 11.des Maien:
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an der Bühne
11.15 Feierliche Markteröffnung
12.15 Raduga
13.00 Satolstelamanderfanz
14.00 Turnier der Reiter
15.15 Satolstelamanderfanz
16.00 Raduga
16.45 Tanz der Marktleut
17.30 Ludmillus, der Barde
18.00 Satolstelamaderfanz
18.30 Ritterturnier
20.00 Tavernenspiel
21.00 Endsignum
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an der Puppenbühne
12.30, 15.30 Fadenreych
13.30, 16.30 Kinderritterturnier |
auf dem Platz
Ludmillus, der Barde
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Dies sullt Ihr sehen am Vingstmontag
den 12. des Maien:
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an der Bühne
11.00 Fanfarensignum
11.15 Feierliche Markteröffnung
12.15 Raduga
13.00 Satolstelamanderfanz
14.00 Turnier der Reiter
15.15 Satolstelamanderfanz
16.00 Raduga
16.45 Tanz der Marktleut
17.30 Ritterturnier
18.30 Tavernenspiel
19.00 Endsignum
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an der Puppenbühne
12.30, 15.30 Fadenreych
13.30, 16.30 Kinderritterturnier |
auf dem Platz
Ludmillus, der Barde
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