Das Mittelalter und  den Mittelalterlichen Markt mit Kramer Zunft und Kurtzweyl live erleben.    
 
15. März - 16. März 2008
Jakobi Kirchhof zu Goslar

Kulturprogram  


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Hansemarkt zu Goslar

Nur der Handel bringt den Wandel, ohne ihn muss jedes Gemeinwesen verdorren. Unter der Hanse Signum finden die Handelsherren zu gegenseitgem Schutz und Trutz zusammen, auch allhier im Binnenland. Jene aber nennt man scherzhaft Pfeffersäcke, denn von der Würze stammt Ihr Reichthum und wer solchen erlangt dem wird die Speis und auch das Leben nimmer schal


Die Handelsherren weitgereist, die Krämer und Hökerer die lauthals ihr bescheiden Angebot zu preisen wissen und die Handwerksmeister

 
  deren Fleiß all das entstehen lässt was, in alle Welt hinaus getragen, deroeinst zum Verkaufe stehen soll. Hier sullt auch Ihr Euch ergehen, denn Musica und Gauklelspiel wollen Euch das Markttreiben vollends versüßen.
Erlebe das Mittelalter und den Mittelaltermarkt live mit Kramer Zunft und Kurtzweyl

kringel

Die sullen Euch kurtzweyelen:

 

Peter und Dummbart
Wo Handelsherren Waren zusammentragen um sie hinaus zu senden, hat man auch Handlanger wie sie von Nöten. Doch weh dem, der an Peter und Dummbart gerät. Da stehen dem Armen die Haare zu Berge ob ihrer vorgeblichen Ungeschicklichkeit, denn was ihnen Spielball ihrer Launen ist, ist ihm Geldes wert. All die Possen die Ihn in Mark und Bein erschüttern haben doch nur den einen Zweck ihre Faulheit zu bemänteln.

Der Pfeffersack
Mögen sie Neider auch tausendmal so titulieren so ist die Kaufmannschaft doch des Gemeinwesens Zier. Was wären denn die Meister bei all der Qualitas ihrer Erzeugnusse ohne jene die nit nur zum eignen Nutzen Handel treiben. Und ihr, wie wollt Ihr all das erwerben das Euch des Lebens Plag versüßt ohne Ihr redlich Zutun?

Der Wardein
Nichts, sey es Tuch, irden Ware oder ander Ding mag in den Handel gelangen ohne seine strenge Prüfung. So wird er nimmer müde seinem vom Magistrat gegebenem Amt Folge zu leisten, ist es doch zu Euer und Aller Nutz und Frommen.

Der Reisige
Jede Kauffahrt wär in groß Gefahr ließen sich er und seinesgleichen nit von den Handelsherren dingen. Sein starker Arm und Wehr trägt Sorge, dass Strauchdiebe schon ob seines Anblicks verzagen. So ist Wolfgang jedem zu Diensten der sich und seine Waren in Sicherheit wissen will.

Filia Irata
3 Weiber, herrlich anzusehen, doch wie sie ihre Instrumenta tractieren lässt manchen Spielmann, jämmerlich dastehen. Da schrillen Gralla und Dudelsack, Pauken und Donnertrummel dröhnen, als ob Frau Musica die Urmutter wär. Wilde Melodey erfüllt den Plan und kehrt das Oberste zu Unterst.

Lupus der Gaukler
Nie zuvor ward er hier gesehen und ob seiner Geschicklichkeit bleibt Euch das Maul vor Staunen offen stehen Doch habt Acht auf Eure sunst so sittsam Töchterlin, denn wo er waltet vermag keine ihm zu widerstehen.

kringel

 

Dies macht Euch den Jakobi Kirchhof zum Schauplatz

11.00 Zum Auftakt
Von feierlicher Musica geleitet begibt man sich über den Plan. Jedwedem offensichtlich sullen itzt die Meisterstück geprüfet sein, denn wer da immer Handel treiben mag sull sicher gehen, dass nur das Allerbeste den Besitzer wechselt.

12. 00 Filia irata
Musica erfüllt den Plan.

12. 30 Vom Handel
Der Kaufherr will zum Handel kummen. Nach Prüfug und so manchem Hin und Her wird man sich endlich einig und der Handschlag ersetzt allhie den Kontrakt.

13. 00 Lupus
Da hat das Staunen nimmer End, wenn jedwedes Ding dank seiner Kunstfertigkeit zu schweben scheint.

13. 30 Vom Wandel
Itzt da der Handel vollbracht ist’s Zeit an den Transport zu denken. Doch Gnade Gott dem der dabei an Dummbart und seinen Kumpan gerät.

14.00 Filia Irata
Wild drehen sich Weiber und Röcke wenn sie Dudelsack und Trummel schallen lassen.

14. 30 Das Getös
Mietknechte, Tagelöhner sind sie, Peter und Dummbart. Doch solch Knechtschaft mag getrost des Lohns entbehren. Zwar rumpelt laut der Karren doch außer Lärm bringen sie nur all zu wenig zu Stand.

15. 00 Das Turney der Kindelein
Itzt will man die Kindelein in ritterlichen Künsten unterrichten. Doch wo der grobe Klotz zum Ringelgalgen wird fällt’s schwer höfisch höflich zu bleiben, selbst im Angesicht des kindlich Königs
.
15. 30 Die Prüfung
Während der Herre Wardein ohn Unterlass Maß und Gewichte prüft, hat der Handelsherr gänzlich ander Prüfung zu überstehen. Denn was ihm so teuer geworden geriet nun in die Fänge jener Höllenhunde die sich selbst Knechte heißen
.
16. 00 Lupus
Was Euch so spielerisch erscheint ist Frucht so vieler Exerzitien. Doch gerade darin liegt die wahre Meisterschaft die Euch mit Leichtigkeit in seinen Bann schlägt.

16. 30 Schutz und Trutz
Sich und seiner Habe zum Schutz hat sich der Pfeffersack den Reisigen verpflichtet. Der trotzt selbst den beiden Taugenichtsen, die, seiner angesichtig, sich endlich zur Besserung bekehren.

17.00 Filia irata
Zum Letzten Mal will man Euch die Ohren itzt umschmeicheln.

18.00 Zum guten Schluss
Euch und dem Handelsherren zum Lebewohl ertönt der Wächter Ruf.

Nit nur zur festen Zit sondern den ganzen Tag werden all jene mit Euch die Wege kreuzen

 

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