Die
Freie Badische Ritterschaft
Schon von weitem seht Ihr das Zeltlager in frohen Farben und so
sind auch die Wimpel, die im Winde flattern. Hier sullt Ihr wahre
Ritterlichkeit erfahren. Man wird sich im Kampfe messen und tut
dies mit dem Können, das nur strengen Exerzitien entspringt.
Doch wahre Ritter pflegen nit nur der Kriegskunst. Feine Musica
ertönt und beim Tanze zeigt sich selbst der raueste Haudegen
manierlich.
Los Dilletantos
Ihren Nomen strafen sie weiß Gott der Lügen. Sind sie
doch trefflich Musici, manch frohe Melodey geben sie zum Besten,
dass jedwedem das Tanzbein juckt. Doch damit nit genug, sie verstehen
sich auch auf die Komödie wie wahre Thespisjünger. So
mag man sie mit Fug und Recht Tausendkünstler nennen.
Lupus
Was Euch so spielerisch erscheint ist Frucht so vieler Exerzitien.
Doch gerade darin liegt die wahre Meisterschaft die Euch mit Leichtigkeit
in seinen Bann schlägt. Drum habt Acht auf Eure sonst so sittsam
Töchterlin, denn so manch Herze ist Ihm schon zugeflogen.
Das Puppentheatro
Pulcinella
In Eurem Gnadenstädtlein gern gesehen sind Griselda und mit
Ihr Floritzel der erschröcklich und doch possierlich Drache,
die Kürbiskobolde und noch so manche mehr. Wenn sie beim Puppentheatro
Euch ihre Geschichten erleben lassen, dann ist’s als öffne
sich ein Tor zu andren Welten.
Der Marktvogt
Wo Ihr Festtag habt ist er der Ordo strenger Hüter. Angetan
ist er im Purpurrot der Obrigkeit und niemand hat Ihn mehr zu fürchten
als die Spielleut sind sie ihm doch des Tuffels Sendboten.
Der Herold
Sprachrohr und Stadthalter der Obrigkeit allhier, weiß er
nit nur die Ordo zu Gehör zu bringen.
Der Büttel
Handlanger der Obrigkeit, doch durchaus mit eignem Sinn. So zieht
er nimmer müde seine Bahnen über den Plan. Hoch ragt seine
Hellebarde allüberall zu sehen so ist er eher Hüter der
kleinen Lässlichkeiten, als grauser Vollstrecker der Willkür
seines Herren.
Der Henker
Nit umsonst der grause Rüdiger genannt errichtet er das Blutgerüst.
Nimmer wird er müde jedwedem seine Instrumentarien zu erklären,
doch fürchten muss ihn nur der der Schuld auf sich geladen.
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