Castra vita
Schon von weitem seht Ihr das Zeltlager. Bunte Wimpel flattern dort im Wind wo sich die Ritterschaft eingefunden. Hier sullt Ihr sehen was Ritterthum bedeutet. Doch weit mehr als das, denn man übt sich nit nur selbst im Waffengang, hier könnt Ihr und selbst Eure Kindlein, kundig geleitet, das Schwert führen. So mögt Ihr am eignen Leib das Kriegshandwerk erfahren
Fabula
Als hätten heidnisch Zeiten frohe Urständ ist’s, wenn sie das Podium erstürmen. Da wird ungestüme Manneskraft zu ebensolcher Melodey. Wenn Trummeln dröhnen und Sackpfeifen schrillen, da fliegen ihnen der Weiber Herzen zu und selbst manch alter Fuß mausert sich zum Tanzbein.
Krless
Von weither sind sie kummen Euch die Ohren zu umschmeicheln, sind sie doch allsamt Frau Musicas Söhne. So manchen Sturm haben sie überstanden und doch jauchzen ihre Instrumenta wie am ersten Tag. Zarte, frumme Melodeyen aber auch manch kraftvoll Weise lassen Euch das Herz aufgehen.
Tumalon
Was wär ein Markttag ohne Ihn, den Tausendkünstler. Alvanzen und Allotria fürs gemeine Volk, und doch ist er auch der Obrigkeit dienlich mit mannigfach Signal und allerley Verlautbarung.
Benjamin Smalls
Bescheidenheit zeichnet den wahren Meister aus. Denn was er vollbringt lehrt Euch das Staunen. Jedwedes Ding verliert in seinen Händen die Schwerkraft und was Euch wie Spiel erscheint, ist tausender Mühen Lohn.
Das Maustheatro Parsival
Wo die Schauspieler Prinz Albert vom Knopfaug, oder Prinzessin Seidenweich heißen, da erwarten Euch und Eure Kindelein possierlich Spectacel. Doch wenn der Prinz durchs Feuer geht, legen selbst zartbesaitet Weiber das Grausen ab.
Das Glücksrad
Flauz der Glücksritter, Fortunas eigner Sohn, lässt Euch das Schicksalsrad zur wahren Freude werden.
Die Obrigkeit nebst Handlanger
Wo alle nur nach der Festtagsfreude streben, haben sich Herold und Vogt allein der Ordo verschrieben. Doch Mahnung und Verlautbarung mögen noch so strenge sein, wo der Büttel fidel waltet bleibt jede Drohung stumpf wie sein Schwert.
Der Henker
Nit umsonst der grause Rüdiger genannt errichtet er das Blutgerüst. Nimmer wird er müde jedwedem seine Instrumentarien zu erklären, doch fürchten muss ihn nur der der Schuld auf sich geladen
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