Das Mittelalter und  den Mittelalterlichen Markt mit Kramer Zunft und Kurtzweyl  live erleben.    
 
Hamm  07.Juni - 10.Juni 2007
Mittelaltermarkt im Maximilianpark

Kulturprogram  


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Mittelaltermarkt und Ritterspiele im Maximilian Park zu Hamm 7. Juni  10. Juni A.D. 2007

Vier Tage lang sull der Maximilianspark zu Hamm wiederum Schauplatz längst vergangener Zeiten sein. Ritter und Bürger, Tand und Turney all dies gibt’s itzt zu bestaunen. Die Bergischen Lehnsherren reiten zum Tijost, da ist’s als wär auch unter den Meistern und Meisterinnen ein Wettstreit ausgerufen um den Lorbeerkranz des Fleißigsten

Euch und Euren Kindelein zu Nutz und Frummen haben sie ihre Schranken aufgerichtet, auf dass ihr Lehrstund habt. Doch nit nur das. Handel sullt Ihr treiben mit all den Redlichen auf dem Plan,

Erlebe das Mittelalter und den Mittelaltermarkt live mit Kramer Zunft und Kurtzweyl  

denn auch Krämer und Hökerer aus allen Winden haben sich eingefunden, mit dem schönsten Tand aus Orient und Occident.  Wahrer Wohlgeruch liegt über dem Plan wo meisterlich man der Kochkunst pflegt. Heimisch und fremdartig Rezeptur wollen Euch den Gaumen kitzeln. Denn was wär’ der Wehrstand ohne den Nährstand.

 
  Jene aber sullen Euch lehren was wahre Herrlichkeit bedeutet. Prächtig Turney sey gehalten, zweenmal am Tag. Wo man in Geschicklichkeit sich übt und selbst den Kampf Mann gegen Mann nit scheut, wird “ars belli“ die Kriegskunst offenbar. Ganz ander Künste pflegen die, die Euch des Alltags Müh vergessen lassen. Lingua universalis, das lateinische, gibt manchem Lied den tiefren Sinn, und froh Melodey lässt Euer Tanzbein jucken. Das Puppentheatro Pulcinella, von manchen lang vermisst, schlägt nit nur Eure Kindelein mit neu Historien in seinen Bann, und beim Glücksrad kann jedweder Glücksritter sein. Doch wenn die Gaukler und Jongleure ihre Künste sehen lassen, hat das Staunen nimmer End. Da mag’s dann schwer werden, wenn der Nachtwächter Ruf ertönt und es Abschied nehmen heißt.
   
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Die sullen Euch kurtzweylen:
 

Die Bergischen Lehnsherren
Die hohe Zeit der Ritterlichkeit ersteht hier vor Euer Augen neu. Prächtig angethan sind sie mit Rüstung und Waffenrock, die Helmzier zeigt von weitem schon des Kämpen Wappentier. Mag solch Turney auch Spiel und Kräftemessen sein, es ist doch das edelste der Spiele und Ihr dürft Zaungast sein. Wild gellen der Herren Schreie wenn es gilt nach der Sau zu stechen, wider den Saracen zu reiten, oder gar das treue Ross durch die Feuerwand zu treiben. Und doch folgt alles strenger Regul.

Krless
Von weither sind sie kummen Euch die Ohren zu umschmeicheln, sind sie doch allsamt Frau Musicas Söhne. So manchen Sturm haben sie überstanden und doch jauchzen ihre Instrumenta wie am ersten Tag. Zarte, frumme Melodeyen aber auch manch kraftvoll Weise lassen Euch das Herz aufgehen.

Benjamin smalls
Bescheidenheit zeichnet den wahren Meister aus. Denn was er vollbringt lässt Euch das Maul vor Staunen offen stehen. Jedwedes Ding verliert in seinen Händen die Schwerkraft und was Euch wie Spiel erscheint ist tausender Mühen Lohn.

Lupus der Gaukler
Nie zuvor ward er hier gesehen und in Geschicklichkeit steht er dem Kollega in nichts nach. Doch habt Acht auf Eure sunst so sittsam Töchterlin, denn wo er waltet vermag keine ihm zu widerstehen.

Das Puppentheatro Pulcinella
Allzulang vermisst war sie in Eurem Gnadenstädtlein und mit Ihr Floritzel der erschröcklich und doch possierlich Drache, die Kürbiskobolde und noch so manche mehr. Wenn sie beim Puppentheatro Euch ihre Geschichten erleben lassen, dann ist’s als öffne sich ein Tor zu andren Welten.

Das Glücksrad
Flauz der Glücksritter, Fortunas eigner Sohn lässt Euch das Schicksalsrad zur wahren Freude werden.

Die Obrigkeit nebst Handlanger
Wo alle nur nach der Festtagsfreude streben haben sich Herold und Vogt allein der Ordo verschrieben.Doch Mahnung und Verlautbarung mögen noch so strenge sein, wo der Büttel fidel waltet bleibt jede Drohung stumpf wie sein Schwert.

Der Henker
Nit umsonst der grause Rüdiger genannt errichtet er das Blutgerüst. Nimmer wird er müde jedwedem seine Instrumentarien zu erklären, doch fürchten muss ihn nur der der Schuld auf sich geladen.

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Dies seht Ihr am 7. und 10. des Juni

Am Turneyplatz

13. 00, 16. 00 Die Bergischen Lehensherren
Hier seht Ihr wahres Rittertum nit nur beim Tijost.

An der Hauptbühne

11. 00 Die feierliche Markteröffnung

11. 45 Lupus

12. 30 Krless

13. 15 Benjamin smalls

14.00 Der Tanz der Meister und Meisterinnen

14. 45 Das Turney der Kindlein

15. 30 Lupus

16. 15 Krless

17. 00 Der grandiose Gaukelgipfel

18. 00 Der Ruf der Nachtwächter

An der Gauklerbühne


13. 00 Lupus

15. 00 Benjamin smalls

15. 30 Des Henkers Meisterstück

 

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Dies seht Ihr am 10. des Juni

Am Turneyplatz

15.00, 17. 00 Die Bergischen Lehensherren
Dies Turney will Euch wahre Ritterlichkeit lehren.


Dies seht Ihr am Podium

11. 00 Das Signal

11. 30 Die feierliche Markteröffnung

12. 30 Krless

13. 15 Lupus

14. 00 Der Tanz der Meister und Meisterinnen

14. 45 Benjamin smalls

15. 30 Krless

16. 15 Das Turney der Kindlein

17. 00 Lupus

17. 45 Lupus

18. 30 Benjamin smalls

19. 15 Krless

21.00 Das Spiel bei der Tavern

22. 00 Des Henkers Meisterstück

22. 30 Der Ruf der Nachtwächter

An der Puppenbühne

14. 00, 16. 00, 18. 00 Das Puppentheatro Pulcinella

 

Dies seht Ihr am 8. des Juni

Obschon der Meister Streben nimmer endet sull Euch dies Wegweiser von Lehrstund zu Lehrstund sein


13. 00 Der Besenbinder
Eitel bleibt all Streben nach Reinlichkeit ohne das rechte Handwerkszeug. Mag er auch im Kreise der Meister nur widerwillig geduldet sein, was wär die Hausfruwe ohne ihn. Geschicklich fügt er Reis an Reis, denn neue Besen kehren gut.

13. 30 Der Schmied
Wo Hammer und Amboss glockenhell klingen obwaltet Meister Hämmerlein. Immerfort hat er mehrere Eisen im Feuer sey es Nägel mit Köpfen zu machen oder gar feinste Messer nach der Damaszener Art.

14. 00 Die Weberin
Welch Mühsal selbst in grobem Tuche steckt mögt Ihr hier sehen. Wo die Gesellin nit müde wird Faden um Faden zu spinnen, läßt die Meisterin das Schifflein durch die Kettfäden gleiten. So wird der Webstuhl ihr zum Thron der Fleißigen.

14. 30 Der Steinmetz
Mit Knüpfel und Meissel geht Meister Harald zu Werk. Vor Euer staunend Aug entwächst so selbst aus dem härtesten Brocken ein fein Bildnus.

15. 00 Der Hafner
Uralt ist seine Kunst auf der Scheibe irdene Gefäße zu erstellen, doch wär es um Hausrat schlecht bestellt ohne sein Tun. Immer wieder scheint es wunderbar, wie aus einem Batzen Lehm durch sein Geschick herrliche Gefäße wachsen.

15. 30 Die Filzerinnen
Schicklich und geziemend ist es allzit das Haupt zu bedecken. Wo geschickte Hände Wolle walken wird aus der Notwenigkeit eine wahre Zier.

16. 00 Der Korbflechter
Wie sullt die redlich Fruwe nach dem Kauf die Waren bergen wenn es ihn nit gäb? Doch nützlich Ding mag auch wohlgestalt sein. So flicht er gesotten und geschälte Weiden Euch zum Wohlgefallen.

16. 30 Die Schreiberin
Nit jeder ist in unsrer Zit des Schreibens und Lesens mächtig. Wie aber sullt man zur Urkund geben oder minniglich Wort der Liebsten senden. Sie weiß mit Galltinte und Gänsekiel zierlich Lettern zu Papyr zu bringen.

17. 00 Der Seiler
Was hier geschieht bleibt für gewöhnlich Euch verborgen. So steht Ihr staunend wenn auf der Reeperbahn aus Hanfschnüren dicke Tampen werden.

17. 30 Der Drechsler
Nit umsunst die Kunst der Könige genannt ist sein Gewerk. Scharfe Eisen graben sich auf der Drehbank in das Holz, doch seiner Kunstfertigkeit ist es zu danken, daß dergestalt Meisterstück um Meisterstück entsteht.


12. 00, 14.00, 16.00 Das Kegelspiel
Wo das Kegelspiel zum Minimundus wird, da obwaltet Mollinarius. Nit nur Kegel sind’s die es gilt zu treffen, nein König Bauer Edlemann stellen sich Euch hier entgegen. Mag man noch so ungeübt sein, der geduldig Lehrmeister weiß Euch und insbesunder Eure Kindelein zu wahren Könnern zu machen und niemand zieht hier ohne Preis von dannen.

15.00 Das Turney der Kindelein
Wenn der vergesslich Büttel selbst zum täppisch Ringelgalgen wird, fällt es der Obrigkeit schwer höfisch, höflich zu verbleiben. Gilt es doch den Kindlein wahre
Ritterlichkeit zu lehren.

 

kringel