Das Mittelalter und  den Mittelalterlichen Markt mit Kramer Zunft und Kurtzweyl  live erleben.    
 
Mittelalter erleben am 16.Juni und 17.Juni 2007
Mittelalterlicher Markt im Frankenthal

Kulturprogram  


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Mittelalter live erleben
Erlebe das Mittelalter und den Mittelaltermarkt live mit Kramer Zunft und Kurtzweyl

Der König der Spielleut lädt zur Hochzeit. Einer seiner Schutzbefohlenen will sein Lieb endlich unter die Haube bringen. Dies gebührend zu feiern, aber auch, um ihren Nutzen daraus zu ziehen, haben sich Krämer, Hökerer, fahrende Handwerker und Tavernenwirte eingefunden.Zur Belustigung und zum Ergetzen des Volkes sind Spielleut und Gaukler aus allen Himmelsrichtungen hier zusammen eingetroffen.

Erlebe das Mittelalter und den Mittelaltermarkt live mit Kramer Zunft und Kurtzweyl kringel

Ad Exemplum seyen Euch genannt:
 

Der Marktvogt
Wer sonst als er kann nach dem Rechten sehen, streng wacht sein Aug auf dem Plane. Gemein Händel und Zwistigkeiten unter dem Marktvolke weiß er zu schlichten und zu richten. Ob mit Büttel oder Wache, er weiß auf jedes Ansinnen die rechte Antwort. Doch lässt er es sich nit nehmen auch das Tanzbein zu schwingen, wenn ihm danach sey.

Krless
Spielleut, die herangereist sind, um nun auf allerley Instrumentarium dem Volke aufzuspielen.
Melodeien, wie sie schon oft gespielt wurden, werden nun von diesen Musikanten zu neuem Leben erweckt.

Basseltan
Ein Ruf hallt durch die Gassen: „Die Gaukler sind in der Stadt!“ Doch wahre Tausendkünste sind’s, die sie Euch vor Augen führen werden. Staunenswert, wie sie jedwede Gerätschaft durch die Lüfte gleiten lassen, als hätten sie kein Gewicht. Aber auch das Feuer haben sie in ihrer Macht, als wären sie die Spießgesellen Belzebub’s.

Die Nachtigall vom Neckarthal
Gar minnigliche Weisen weiß er zum Besten zu geben und rührt damit so mancher Jungfer Herze;
aber auch die „Actualitas“ weiß er geschickt in Reime zu kleiden, um sie mit altbekannter Melodey zu Gehör zu bringen.

Kinderritterturnier
Beim Ritterturnier messen sich die Kindlein in einem Wettkampf. Es geht um Geschick,
Schnelligkeit und Ausdauer. Wenn sie, gut gerüstet, von ihrem Gefolge lauthals angespornt ihre Aufgaben gelöst haben, winkt ihnen die Aufnahme in den Ritterstand.

Spektakulatius
Aus dem Rheinlande angereist, ziehen diese Musikanten mit ihrem Gesang und trefflichen Spiel auf allerlei Instrumenten ein jeden in ihren Bann.

Fadenreych
Die Fadenpuppen weiß er so trefflich zu führen als hätte er den hülzernen Wesen Leben eingehaucht. Wenn er, zum Exempel, die Mär vom kleinen Helden zum Besten gibt, kann sich niemand ob groß, ob
klein seinem Zauber entziehen.

kringel

 

Samstag, den 16. des Juni Anno Domino 2007

11.00 h Langsam wird es lebendig
Das bunt zusammen gewürfelte Volk erwacht. Da und dort findet man sich zum gemeinsamen Morgenmahl. Die Garbräter, Bäckerinnen, Köche und all die anderen
beginnen mit ihren Vorbereitungen. Unter Rumpeln, fröhlichen Grüßen, aber auch manch Anfeindungen werden die letzten Karren herbeigezogen. Doch nach manchem
Hin und Her finden auch sie einen Platz um ihrem Gewerbe nachzugehen.

11.30 h Feierliche Markteröffnung
Der hohe Magistrat trifft ein und die Handwerker und Händler eilen zur Bühnenmitten. Der Marktvogt garselbst ermahnt ein jeden Handwerker, sein Handwerk auszurichten, wie es sich geziemet. Der Handel mit verdorbenen Waren sei verboten und das Füllen
der Becher und Krüge bis zum Eichstriche sei stündlich zu überprüfen. Itzund ziehen die Spielleut und Vaganten mit lauter Musici auf den Plan und werden sogleich zur Ordnung gerufen. Nach diesem Procedere erklärt der Stadtvogt den Markt für eröffnet und ein Fanfarensignal erschallt unter dem Jubel des Volkes.

12.00 h Spektakulatius
Spielleut und Komödianten die vor so manchem hohen Herren brillieren.

12.45 h Fadenreych
Anrührende Märlein werden für die Kindlein zum Besten gegeben.

13.00 h Basseltan
Vielerley Gegenstände wirbeln durch die Lüfte, wenn diese beiden das Volk vor der
Bühnenmitte ergötzen.

14.00 h Der Tanz der Marktleut und Vaganten
Der Herold ruft all jene herbei, die am morgigen Tage zur Hochzeit wohl tanzen, um dem einen oder anderen noch die Schritte zu weisen.

14.45 h . Kinderritterturnier
Hoch geht es einher, wenn die Kindlein herbeieilen, um sich in mehreren Disziplinen
zu messen.

15.30 h Die Nachtigal vom Neckarthal
Mit seinen Melodeyen rührt er manch Jungfer Herze. Auch die „Actualitas“ des Tages kummt nit zu kurz.

16.00 h Fadenreych
Diese hülzernen Puppen erzählen so manche Mär vom kleinen wilden Tier und schönen Prinzessinnen.

16.30 h Krless
Musica, Euch auf das Trefflichste zu Ohren gebracht.

17.00 h Der Brautführer wird gesucht
Der Herold hat einige der Mannsbilder an der Bühnenmitte versammelt, um einen
Brautführer auszuerwählen.

17.30 h Kinderritterturnier
Niemand weiß vorher, wer in den Stand der Ritter geschlagen wird.

18.00 h Spektakulatius
So werdet Ihr nimmermehr ruhig zu stehen vermögen.

18.30 h Basseltan
So manches Gaukelstück wird Euch hier vor Augen geführt.

19.30 h Das Fest der Vornacht
Gaukler, Musici und Puppenspieler sind zusammengekommen, um mit ihren besten
Stücklein voreinander zu brillieren, aber auch dem Brautpaar zu ehren. Die aber können voneinander nicht lassen, obschon sie die letzte Nacht vor der Eheschließung getrennt verbringen sollten. Wieder und wieder muss man sie trennen. Derweil gesellen sich auch die Handwerker, Händler und der Rest des bunten Völkchens hinzu und gemeinsam singen und tanzen sie.

21.00 h Der Nachtwächter beendet den Tag

 

Sonntag, den 17. des Juni Anno Domini 2007


11.00 h Ein Fanfarensignum erschallt
Auch am Tag des Herrn scheucht man die letzten Schläfer von der Strohschütte und
mit allerhöchster Genehmigung öffnen die Stände.




11.30 h Böses Erwachen
Jacob hat am Vorabend die Hochzeitsschuhe seiner Braut für einige Krüge Gerstensaft
versetzt. Um den Zorn von seiner Liebsten zu beruhigen, macht er sich auf den Weg.
Wo soll er nur seine Suche beginnen?

 

12.00 h Die Nachtigal vom Neckarthal
So manche Historie gibt er zum Besten.


12.30 h Das Kinderritterturnier
Wildes Getrappel schallt über den Plan, wenn die Kindlein sich messen. Viele Exercitien
wollen bestanden seyn, ehe sich die Kindlein vor der Obrigkeit verneigen, um in den
Ritterstand erhoben zu werden.


12.45 h Spektakulatius
Gar meisterlich verstehen sie es, ihre Instrumenta und Eure Ohren zum Klingen zu bringen.


13.30h Fadenreych
Diese hülzernen Puppen erzählen so manche Mär vom kleinen wilden Tier und schönen
Prinzessinnen.

14.00 h Krless
Wahre Festtagsmusica will nun erklingen

14.30 h Basseltan
Allerley Allotria werden Euch hier vor Augen geführt.

15.00 h Der Bräutigam am Pranger
Um die wiedergefundenen Hochzeitsschuhe beim Weynschenk gegen Silberlinge
einzulösen, die er nicht besitzt, schlüpft Jacob in das Gewand eines Bettlers. Doch eh
der Betrug auffliegt, wird Jacob mit einem Knebel im Mund in den Pranger gesteckt.

15.30 h Krless
Musica, mal laut mal leis, wird sie über den Platz erschallen.

16.30 h Die Vagantenhochzeit
Im Jubelzug, geleitet vom Spielmannskönig, vorbei an den Ständen, aus denen lauter
Freudenlärm ertönt und auch so manches Korn geworfen wird, begibt man sich zum
Schmied, der unter lauten Jubelrufen das Paar für den Bund der Ehe zusammenschmiedet.

17.00 h Der Brauttanz
Auf Wunsch der Braut begibt man sich zum Tanzplatz. Die Musikanten spielen auf, bis
der Reigen immer wilder wird und schließlich die Braut den Jungfernkranz in die Lüfte
wirft. Die Jungfer, die ihn fängt, soll als nächste den Bund der Ehe schließen.

17.30 h Zur Feier des Tages
An der Bühnenmitten geben die Spielleut und Gaukler so manche Probe ihrer Kunst.
Begleitet von guten Wünschen zieht das jung vermählte Paar nun von dannen, ein
makelloses Laken wird ihnen nachgeworfen.

19.00 h Der Nachtwächter beendet den Tag


 

 

Obschon der Meister Streben nimmer endet,
sull Euch dies Wegweiser von Lehrstund zu Lehrstund sein

13.00 Die Bürstenmacher
Eitel bleibt all Streben nach Reinlichkeit ohne das rechte Handwerkszeug. Sei es ein Pinsel aus feinstem Haar, Pretiosen vom Staub zu befreien oder aus derben Borsten eine Bürste, grobes Tuch zu reinigen. Hier wird all dies von Meisterhand gefertigt.

13.30 Die Schreiberin
Nit jeder ist in unsrer Zit des Schreibens und Lesens mächtig. Wie aber sullt man zur Urkund geben oder minniglich Wort der Liebsten senden. Sie weiß mit Galltinte und Gänsekiel zierlich Lettern zu Papyr zu bringen.

14.00 Die Weberin
Welch Mühsal selbst in grobem Tuche steckt, mögt Ihr hier sehen. Wo die Gesellin nit müde wird Faden um Faden zu spinnen, lässt die Meisterin das Schifflein durch die Kettfäden gleiten. So wird der Webstuhl ihr zum Thron der Fleißigen.

14.30 Der Steinmetz
Mit Knüpfel und Meissel geht Meister Harald zu Werk. Vor Euer staunend Aug entwächst so selbst aus dem härtesten Brocken ein fein Bildnis.

15.00 Der Hafner
Uralt ist seine Kunst auf der Scheibe irdene Gefäße zu erstellen, doch wär es um Hausrat schlecht bestellt ohne sein Tun. Immer wieder scheint es wunderbar, wie aus einem Batzen Lehm durch sein Geschick herrliche Gefäße wachsen.

15.30 Die Filzerinnen
Schicklich und geziemend ist es allzit das Haupt zu bedecken. Wo geschickte Hände Wolle walken, wird aus der Notwenigkeit eine wahre Zier.

16.00 Der Korbflechter
Wie sullt die redlich Frouwe nach dem Kauf die Waren bergen, wenn es ihn nit gäb? Doch nützlich Ding mag auch wohlgestalt sein. So flicht er gesotten und geschälte Weiden Euch zum Wohlgefallen.

16.30 Der Schmied
Wo Hammer und Amboss glockenhell klingen, obwaltet Meister Hämmerlein. Immerfort hat er mehrere Eisen im Feuer, sey es Nägel mit Köpfen zu machen oder gar feinste Messer nach der Damaszener Art.

17.00 Der Seiler
Was hier geschieht, bleibt für gewöhnlich Euch verborgen. So steht Ihr staunend, wenn auf der Reeperbahn aus Hanfschnüren dicke Tampen werden.


kringel